173 cm Körperhöhe Offizielle Angabe von Figure — kein gerundeter Pressewert.
61 kg Masse Dazu bis 20 kg Nutzlast und 1,2 m/s Gehgeschwindigkeit.
FIGURE://F.03 · HELIX 02 · B2B-ANFRAGE
Figure AI · San Jose, Kalifornien
Figure AIs dritte Generation — seit Ende Juni 2026 im Erst-Einsatz bei BMW Spartanburg. Consumer-Variante angekündigt, aber ohne veröffentlichten Preis und ohne zugesagten Termin.
Sechs Haltepunkte, sechs Messungen. Jeder Wert steht belegt im Text dieser Seite — der Scan zeigt nur, wo er sitzt.
173 cm Körperhöhe Offizielle Angabe von Figure — kein gerundeter Pressewert.
61 kg Masse Dazu bis 20 kg Nutzlast und 1,2 m/s Gehgeschwindigkeit.
200 Hz Gelenkziele je Sekunde Vorher steuerte die schnelle Ebene nur den Oberkörper. Jetzt hängt sie an Kopfkameras, Handflächenkameras, Tastsensoren und Propriozeption — und steuert bis zu den einzelnen Fingern.
1 kHz Balance-Regelung Die schnellere der beiden Ebenen hält den Körper im Lot, während die langsamere plant.
2,3 kWh Akku als Bauteil Das Gehäuse aus hochfestem Stahlblech, Aluminium-Druckguss und Strukturklebstoff soll einen Sturz aus einem Meter auf Beton überstehen — in beliebiger Lage.
3 Fertigungsverfahren Der Vorgänger war auf CNC-Bearbeitung ausgelegt. Wer auf Werkzeuge umstellt, plant nicht mehr in Prototypen — und ändert die Konstruktion nicht mehr nebenbei.
3 g untere Nachweisgrenze Figure entwickelte den Sensor selbst — verfügbare Modelle hielten dem Realeinsatz nach eigener Darstellung nicht stand. Der Zweck ist Schlupferkennung: ein beginnendes Abrutschen bemerken, bevor das Objekt fällt.
2 Kameras in den Handflächen Sie liefert Bild aus nächster Nähe, wenn die Kopfkameras nichts mehr sehen — beim Griff in einen Schrank oder auf engem Raum. Ein Sichtfeld in Grad nennt Figure dafür nicht.
2 kW induktiv, Spulen in den Füßen Der Roboter stellt sich auf eine Matte. Kein Stecker, keine Servicekraft, keine Ladeklappe — Figure nennt das die Fortsetzung seiner Linie zum kabellosen System.
5 h Laufzeit je Ladung Der Roboter stellt sich zum Laden auf eine Matte — Ladezeit und Zyklenzahl nennt Figure nicht.
kein Preis nicht veröffentlicht Figure nennt für die dritte Generation weder einen Preis noch einen Termin für die angekündigte Consumer-Variante.
Juni 2026 Erst-Einsatz Belegt ist der Einsatz bei BMW Spartanburg. Alles andere zum Zeitplan bleibt offen.
KI-Illustration nach Figure-03-Design · Symbolbild
3 guntere Nachweisgrenze
Figure entwickelte den Sensor selbst — verfügbare Modelle hielten dem Realeinsatz nach eigener Darstellung nicht stand. Der Zweck ist Schlupferkennung: ein beginnendes Abrutschen bemerken, bevor das Objekt fällt.
2je eine pro Hand
Sie liefert Bild aus nächster Nähe, wenn die Kopfkameras nichts mehr sehen — beim Griff in einen Schrank oder auf engem Raum. Ein Sichtfeld in Grad nennt Figure dafür nicht.
2 kWSpulen in den Füßen
Der Roboter stellt sich auf eine Matte. Kein Stecker, keine Servicekraft, keine Ladeklappe — Figure nennt das die Fortsetzung seiner Linie zum kabellosen System.
2,3 kWhtragend im Rumpf
Das Gehäuse aus hochfestem Stahlblech, Aluminium-Druckguss und Strukturklebstoff soll einen Sturz aus einem Meter auf Beton überstehen — in beliebiger Lage.
3Guss, Spritzguss, Stanzen
Der Vorgänger war auf CNC-Bearbeitung ausgelegt. Wer auf Werkzeuge umstellt, plant nicht mehr in Prototypen — und ändert die Konstruktion nicht mehr nebenbei.
200 HzGelenkziele je Sekunde
Vorher steuerte die schnelle Ebene nur den Oberkörper. Jetzt hängt sie an Kopfkameras, Handflächenkameras, Tastsensoren und Propriozeption — und steuert bis zu den einzelnen Fingern.
Figure gibt mehr heraus als die meisten Hersteller humanoider Roboter. Nur sind die auffälligsten Werte Verhältniszahlen ohne Bezugsgröße — und den Ausgangswert nennt der Hersteller nirgends.
Sichtfeld je Kamera
gemessen an: Sichtfeld des Vorgängers — unbekannt
Bildrate
gemessen an: Bildrate des Vorgängers — unbekannt
Latenz
gemessen an: Latenz des Vorgängers — unbekannt
Energiedichte
gemessen an: Energiedichte der ersten Generation — unbekannt
Deshalb rechnen wir diese Werte nicht in Gradzahlen, Millisekunden oder Watt um, wie es online reihenweise geschieht.
Ein Datenblatt ist auch eine Auswahl. Diese acht Angaben fehlen — und es sind genau die, mit denen sich Behauptungen überprüfen ließen.
Keine dieser Lücken ist ein Vorwurf — kein Hersteller muss alles veröffentlichen. Sie sind der Grund, warum in unserer Wertung mehrere Achsen auf Evidenz C stehen: plausibel, aber nicht nachprüfbar.
Zwei der meistzitierten Angaben stammen vom Vorgänger. Sie standen bis zum 5. August 2026 auch in dieser Akte. Filtern Sie selbst:
Helix 02 (proprietär, VLA-Architektur) — dreistufig: S2 plant, S1 mit 200 Hz, S0 mit 1 kHz.
langsam
plant Ziele, deutet Szenen, sequenziert Verhalten
200 Hz
übersetzt Wahrnehmung in Ganzkörper-Gelenkziele
1 kHz
hält Balance und Kontakt · 10 Mio. Parameter
Die Pulse sind stark verlangsamt — 1 kHz wäre tausendmal je Sekunde. Aus 200 Hz eine Latenz von fünf Millisekunden zurückzurechnen, wäre falsch: Das ist die Zykluszeit einer Ebene, nicht die Verzögerung von der Linse bis zum Motor. Einen ms-Wert nennt Figure nirgends.
tatsächlich gefertigt
1.000
Adcock, 23.07.2026
Kapazität der ersten Linie
12.000
pro Jahr, Auslegung
erklärtes Ziel
100.000
über vier Jahre, kein Startjahr
Der eigentliche Umbau steckt woanders: Der Vorgänger war auf CNC-Bearbeitung ausgelegt, diese Generation auf Druckguss, Spritzguss und Stanzen. Das ist der Schritt vom Prototypenbau zur Serie — und er ist nicht umkehrbar.
Erst-Einsatz seit Ende Juni 2026 — BMW Spartanburg, Halle 52 (Logistik-Sequencing).
Die Wortwahl beider Partner bleibt vorsichtig: BMW erklärte den Vorgänger-Piloten für „erfolgreich abgeschlossen“, Figure spricht beim Start dieser Generation ausdrücklich von the first demonstration. Einen Einsatztag nennt keine Quelle.
Technologisch ambitioniert, kommerziell verschlossen: Figures Helix-Demos beeindrucken — unabhängig überprüfen lässt sich davon bislang fast nichts, und kaufen kann es niemand.
Gegen ein anderes Modell legen
Offizielles Material von Figure — kuratiert und ohne unabhängige Prüfung. Nichts lädt, bevor Sie klicken.
Das Unternehmen ist — Stand Sommer 2026 — das teuerste Startup für humanoide Roboter weltweit. 39 Milliarden USD Bewertung, über 1,9 Milliarden USD Funding, rund 500 Mitarbeiter, Hauptsitz in San Jose, Kalifornien. Gegründet 2022 von Brett Adcock, der vorher Vettery (Recruiting, 2018 an Adecco verkauft) und Archer Aviation (Flugtaxis, 2021 NYSE) aufgebaut hat.
Die dritte Generation ist Adcocks dritter Versuch, seine These vom Humanoiden als größtem Geschäft der kommenden Jahrzehnte in ein Produkt zu übersetzen — und der erste, der Privatkunden überhaupt in Aussicht stellt.
Im März 2025 hat Figure die BotQ-Fabrik eröffnet, und dort liegt der Unterschied zu fast allen Wettbewerbern. Nicht in der Fabrik selbst — sondern darin, dass der Roboter für sie konstruiert wurde. Der Vorgänger war laut Hersteller primär auf CNC-Bearbeitung ausgelegt, also auf Fräsen aus dem Vollen: präzise, aber langsam und teuer pro Stück. Die dritte Generation setzt stattdessen auf werkzeuggebundene Verfahren — Druckguss, Spritzguss, Stanzen. Das ist der Schritt vom Prototypenbau zur Serienproduktion, und er ist irreversibel: Wer einmal Werkzeuge geschnitten hat, ändert die Konstruktion nicht mehr nebenbei.
Die Zahlen dazu legt Figure offener vor als jeder Konkurrent — nur muss man sie sauber auseinanderhalten:
Dazu kommen Kennzahlen, die man aus der Autoindustrie kennt und in dieser Branche sonst nicht zu sehen bekommt: über 9.000 gefertigte Aktuatoren in mehr als zehn Varianten, eine eigene Fertigungssteuerungs-Software auf über 150 vernetzten Arbeitsplätzen, eine Erstdurchlaufquote von über 80 Prozent in der Endabnahme und 99,3 Prozent auf der Batterielinie.
Eine Einschränkung nennt Figure selbst: Die Eigenfertigung meint ausdrücklich Montage — Aktuatoren, Hände, Batterien, Endmontage. Für Einzelteile greift der Hersteller auf externe Zulieferer zurück. „Vertikal integriert” bezieht sich im Wortlaut auf das Entwerfen, nicht auf das Herstellen.

Figure veröffentlicht ungewöhnlich viel. Wer den Launch-Beitrag Introducing Figure 03 vom 9. Oktober 2025 durcharbeitet, findet Dutzende Angaben zu Kameras, Akku, Fertigung und Sensorik — mehr, als die meisten Hersteller humanoider Roboter je herausgeben. Nur lässt sich mit dem größten Teil davon nichts anfangen.
Denn fast alle spannenden Werte sind Verhältniszahlen ohne Bezugsgröße. Das neue Kamerasystem liefert laut Hersteller die doppelte Bildrate, ein Viertel der Latenz und ein um 60 Prozent größeres Sichtfeld je Kamera. Der Lautsprecher ist doppelt so groß und knapp viermal so leistungsstark, die Energiedichte der Akkus stieg über drei Generationen um 94 Prozent. Klingt präzise — ist aber nicht auflösbar: Für keinen dieser Werte hat Figure den Ausgangswert des Vorgängers je genannt. 60 Prozent mehr als was, sagt niemand.
Das Ergebnis ist eine Spezifikation, die sich zitieren, aber nicht prüfen lässt. Wir schreiben die Relativwerte deshalb als das auf, was sie sind — und rechnen sie nicht in Gradzahlen, Millisekunden oder Watt um, wie es online reihenweise geschieht.
Die zweite Falle liegt eine Generation tiefer. Zwei Zahlen, die praktisch überall dem aktuellen Modell zugeschrieben werden, stammen in Wahrheit vom Vorgänger: die sechs RGB-Kameras und die 16 Freiheitsgrade pro Hand. Beide nannte Brett Adcock am 6. August 2024 zur Figure 02. Für die dritte Generation hat Figure weder eine Kamerazahl noch eine DoF-Angabe veröffentlicht — die offizielle Spec-Card führt genau sechs Zeilen: Höhe, Traglast, Gewicht, Laufzeit, Tempo, Antrieb. Auch die vielzitierten „vier Mikrofone” stehen in keiner Quelle; Figure schreibt im Singular, das Mikrofon sei „repositioned” worden. Bis zum 5. August 2026 stand die falsche Kamerazahl auch in dieser Akte.
Die auffälligste Neuerung sitzt an den Fingern. Bei den taktilen Sensoren hat Figure nicht zugekauft, sondern selbst entwickelt — nach eigener Darstellung, weil eine Marktsichtung ergab, dass verfügbare Modelle „inhärente Grenzen” hätten und dem Realeinsatz nicht standhielten. Herausgekommen ist eine erste eigene Generation, ausgelegt auf Haltbarkeit statt Laborpräzision.
Die Kennzahl, die davon hängen bleibt: Jede Fingerkuppe erfasst Kräfte ab drei Gramm. Figure übersetzt das in ein Bild, das jeder nachvollziehen kann — das Gewicht einer Büroklammer, die auf dem Finger liegt. Der Zweck ist nicht Feingefühl um seiner selbst willen, sondern Schlupferkennung: Die Steuerung soll einen sicheren Griff von einem beginnenden Abrutschen unterscheiden können, bevor das Objekt fällt. Dazu kommen weichere, nachgiebigere Fingerkuppen, die mehr Kontaktfläche herstellen.
In jeder Handfläche sitzt zusätzlich eine Kamera. Sie liefert Bildinformation aus nächster Nähe genau dann, wenn die Kopfkameras nichts mehr sehen — beim Griff in einen Schrank etwa oder bei Arbeit auf engem Raum. Wie gut das funktioniert, zeigt Figure an einer selbst gewählten Aufgabe: eine einzelne Tablette aus einer Medikamentenbox nehmen, wo die Pille von oben regelmäßig verdeckt ist.
Was fehlt, ist bezeichnend. Freiheitsgrade: unveröffentlicht. Greifkraft: nicht genannt. Fingerzahl: nicht beziffert. Material der Fingerkuppen: nur „weicher”. Auflösung, Abtastrate und oberer Messbereich des Tastsensors: nirgends. Einen eigenen Fachbeitrag zu Händen oder Taktilsensorik gibt es im gesamten Figure-Newsarchiv nicht — und der oft zitierte Satz, Figure halte Hände für „das schwerste Problem bei Humanoiden”, stammt nicht von Figure, sondern von einem Review-Portal, das ihn ohne Quelle führt.
Das Wahrnehmungssystem ist auf hochfrequente visuomotorische Regelung ausgelegt — Figures eigene Formulierung, und sie trifft den Kern: Die Kamerabilder sollen nicht erst in eine Szenenanalyse laufen, sondern möglichst direkt in Bewegung. Dafür wurde die Kamera-Architektur neu gebaut (schneller, reaktionsschneller, größeres Sichtfeld) und die Schärfentiefe erweitert. Die RGB-Bilder der Kopfkameras laufen durch ein Stereo-Modell, das daraus eine räumliche Repräsentation der Umgebung erzeugt.
Die Latenz ist dabei der interessanteste unveröffentlichte Wert: In keiner Publikation nennt der Hersteller eine Millisekundenzahl — weder für die Kameras noch für die Regelschleife. Offengelegt sind stattdessen die Arbeitsfrequenzen der Steuerung. Die oberste Ebene plant langsam die Ziele, die mittlere übersetzt Wahrnehmung mit 200 Hz in Ganzkörper-Gelenkziele, die unterste hält mit 1 kHz Balance und Kontakt — ein neuronales Netz mit zehn Millionen Parametern, das nach Herstellerangabe 109.504 Zeilen handgeschriebenen C++-Code ersetzt hat.
Daraus fünf Millisekunden zurückzurechnen, wäre ein Fehler: Das ist die Zykluszeit einer Ebene, nicht die Verzögerung von der Linse bis zum Motor. Wir lassen die Zahl offen.
Fürs Datensammeln hat der Roboter außerdem eine mmWave-Funkstrecke mit 10 Gbit/s an Bord — er soll im Dock Terabytes abladen können, ohne dass jemand ein Kabel steckt.
In den Füßen sitzen Ladespulen. Der Roboter stellt sich auf eine Matte und lädt dort mit 2 kW. Bei kabellosem Laden entfällt alles, was sonst einen Menschen braucht: kein Steckvorgang, keine Servicekraft, keine Ladeklappe. Figure ordnet das ausdrücklich seiner Linie zum „fully autonomous, wire-free system” zu und verspricht sich davon nahezu durchgehenden Betrieb, solange der Ablauf zwischendurch ein paar Minuten auf der Matte erlaubt.
Der Akku dahinter fasst 2,3 kWh und soll fünf Stunden „at peak performance” liefern. Er ist zugleich tragendes Bauteil des Rumpfes: Das Gehäuse aus hochfestem Stahlblech, Aluminium-Druckguss und Strukturklebstoff soll einen Sturz aus einem Meter auf Beton in beliebiger Lage überstehen — in jeder Orientierung, wie Figure betont. Die Kühlung ist direkt in das Druckgussteil integriert; nach Herstellerangabe reicht deshalb einfache Zwangskonvektion für die 2-kW-Schnellladung. Zum Zeitpunkt der Vorstellung war der Akku nach UN 38.3 zertifiziert, der Transport-Prüfnorm; für UL 2271 lief das Verfahren noch, wobei Figure nach eigener Aussage mit einem Prüflabor erst einen passenden Standard für humanoide Roboter erarbeiten musste.
Eine Ladezeit nennt Figure nicht. Der Dreisatz aus 2,3 kWh und 2 kW ergäbe gut eine Stunde — das ist aber unsere Rechnung, nicht die Angabe des Herstellers, und sie ignoriert Ladekurve und Verluste. Ob die 2 kW der induktiven Strecke identisch sind mit den 2 kW „fast charge” aus Figures Akku-Beitrag vom Juli 2025, stellt der Hersteller nirgends ausdrücklich her.
BMW und Figure kooperieren seit 2024. Das Modell: Der Hersteller liefert die Roboter, BMW liefert Trainingsdaten und Einsatzerfahrung.
Zur Einordnung gehört der Streit von 2025: Fortune-Reporter Jason Del Rey fragte im April 2025 bei BMW nach, nachdem Adcock von einer „Fleet” und „end-to-end operations” gesprochen hatte. Ein BMW-Sprecher beschrieb damals einen einzigen Roboter, der zunächst außerhalb der Produktionszeiten Teile aufnahm und ablegte und später während der Produktion eine einzige Aufgabe übernehmen sollte. Adcock drohte daraufhin öffentlich mit einer Verleumdungsklage; eine Auflösung ist nicht dokumentiert. Das ist der Grund, warum wir Figures eigene Autonomie-Angaben zum aktuellen Einsatz nur als Herstellerangabe werten.
Aus dem Pilot wird eine zweite Stufe — noch keine Serienarbeit: Nach rund zehn Monaten Vorgänger-Einsatz mit über 30.000 mitgebauten BMW X3 übernahm der Humanoid seit Ende Juni 2026 in Halle 52 die Teile-Sequenzierung für die Montagelinie, laut Hersteller gesteuert von Helix 02. Einen Einsatztag nennt keine Quelle: BMW meldet am 25. Juni den Projektstart im Futur, Figure zeigt am 30. Juni die erste Demonstration. Die Wortwahl beider Partner bleibt vorsichtig — BMW erklärte den Vorgänger-Piloten für „erfolgreich abgeschlossen”, Figure spricht ausdrücklich von „the first demonstration”. Ein Deutschland-Einsatz ist nicht angekündigt: Seinen ersten deutschen Humanoid-Piloten fährt BMW im Werk Leipzig mit Hexagons AEON — beides ausführlich im BMW-Roboter-Dossier.
Anders als Boston Dynamics (Gemini Robotics) oder Agility Digit (NVIDIA GR00T) setzt Figure auf ein eigenes Foundation Model: Helix VLA, eine Vision-Language-Action-Architektur, trainiert auf Figure-eigenen Daten aus der BotQ-Fabrik und aus Spartanburg. Für die Einordnung im Feld KI-humanoide Roboter ist das der entscheidende Unterschied: Die meisten Wettbewerber lizenzieren ihr Modell, Figure baut es selbst — seit der Trennung von OpenAI im Februar 2025 Adcocks wichtigstes Kommunikationsthema.
Die aktuelle Generation heißt Helix 02 und wurde am 27. Januar 2026 vorgestellt. Sie ist es auch, die im BMW-Werk läuft. Ein „Helix 03” gibt es nicht — wir haben es hier bis zum 5. August 2026 fälschlich als angekündigt geführt, und derselbe Fehler steckte in unserem KI-Glossar.
Der eigentliche Sprung von Helix 1 zu Helix 02 liegt in der Reichweite: Vorher steuerte die schnelle Ebene nur den Oberkörper und las Gelenkzustände und Bilder. Jetzt hängt sie an allen Sensoren — Kopfkameras, Handflächenkameras, Fingerkuppen-Tastsensoren, Ganzkörper-Propriozeption — und steuert den kompletten Roboter bis zu den einzelnen Fingern. Die Handflächenkameras und Tastsensoren bezeichnet Figure dabei ausdrücklich als neue Fähigkeiten der dritten Hardware-Generation: Es sei das erste Mal, dass man neuronale Strategien zeige, die auf diese Sinne angewiesen sind.
Was Figure für die 03 dagegen nirgends nennt: welcher Chip an Bord rechnet. Die einzige Angabe zur Rechenleistung — „zwei sparsame eingebettete GPUs” — stammt aus der Vorgänger-Ära. Adcocks Lob für NVIDIAs Jetson Thor vom August 2025 nennt kein Modell und fiel zwei Monate vor der Vorstellung.

| Firma | Bewertung | Fokus | Preis-Ziel Consumer |
|---|---|---|---|
| Figure AI | 39 Mrd. USD | Industrie → Consumer | kein Preis, kein Termin (Leasing-Skizze: 400–600 USD/Monat) |
| Apptronik | ca. 5 Mrd. USD | Industrie | nicht kommuniziert |
| Agility Robotics | ca. 2,5 Mrd. USD (SPAC 06/26) | Logistik (RaaS) | nur B2B |
| 1X Technologies | Series C läuft (~10 Mrd. Ziel) | Consumer-First | 20k USD (jetzt) |
| Tesla Optimus | Teil von Tesla | Alles | unter 20k USD (Musk) |
Der erste Humanoid in deinem Wohnzimmer wird das hier nicht. Das bleibt 1X NEO oder Unitree G1. Figure setzt sein Geld auf den Industrie-First-Pfad — und mit 30.000 mitgebauten X3 plus dem laufenden Einsatz in Halle 52 steht dort heute die stärkste Industrie-Referenz im Markt für humanoide Roboter.
Das Bemerkenswerte an diesem Modell ist aber weder die Hand noch die Kamera: Es ist der Umbau der Konstruktion auf Werkzeugfertigung. Wer von CNC auf Druckguss wechselt, plant nicht mehr in Prototypen. Ob daraus tatsächlich Stückzahlen werden, entscheidet sich nicht an den Demos, sondern an einer Zahl, die Figure bislang nirgends nennt — wie viele Roboter ausgeliefert statt gefertigt wurden.
Für deutsche Käufer: Vor 2028 wird das hier nichts, wenn überhaupt.
Vollständige Belegkette mit Zitat, Abrufdatum und Archivstand sowie das komplette Prüfprotokoll: in der Bewertungsakte zu diesem Modell.
Nein, aktuell nicht. Es gibt keinen veröffentlichten Preis, keine Vorbestellung und keine Warteliste; alle bisher gebauten Einheiten gehen in Figures eigene Programme oder zu Partnern wie BMW und Catalyst Brands. Einen zugesagten Consumer-Termin gibt es nicht — unsere redaktionelle Erwartung für einen EU-Start ist frühestens 2028.
Aktuell liefert Figure mehr: Figure 02 hat bei BMW Spartanburg in einem rund zehnmonatigen Piloten über 30.000 X3 mitbegleitet, seit Ende Juni 2026 startet Figure 03 dort mit der Teile-Sequenzierung in Halle 52 (Erst-Demonstration). Tesla setzt Optimus dagegen bislang nur intern ein. Langfristig unklar — Teslas Fertigungs-Know-how und Preis-Vorteil könnten den Spieß umdrehen.
Vorerst gar nicht: Figure hat für Deutschland keine Einsätze kommuniziert. Seinen ersten deutschen Humanoid-Piloten fährt BMW stattdessen mit dem AEON von Hexagon in Leipzig (Pilotphase seit Sommer 2026) — die Hintergründe im BMW-Roboter-Dossier. Ein Figure-Consumer-Launch in Deutschland wäre frühestens 2028 realistisch.
Helix ist das proprietäre Foundation-Model von Figure — eine Vision-Language-Action-Architektur ähnlich NVIDIA GR00T, aber mit Figure-spezifischen Trainings-Daten aus BMW-Spartanburg und der BotQ-Fabrik. Anders als Boston Dynamics (Gemini Robotics) und Agility Digit (GR00T) setzt Figure bewusst auf ein eigenes Modell. Aktuell ist Helix 02 (27.01.2026) die neueste Generation: drei Ebenen, die nach Figure-Angabe auf eigenen Zeitskalen laufen — S2 plant die Ziele, S1 übersetzt die Wahrnehmung mit 200 Hz in Gelenkziele, S0 hält mit 1 kHz Balance und Kontakt. Ein „Helix 03“ existiert nicht; wir haben es hier bis zum 05.08.2026 fälschlich als angekündigt geführt.
Jeder Fingerkuppen-Sensor erfasst nach Figure-Angabe Kräfte ab drei Gramm — der Hersteller vergleicht das mit dem Gewicht einer Büroklammer, die auf dem Finger liegt. Dieses Hand-System soll der Steuerung erlauben, einen sicheren Griff von einem beginnenden Abrutschen zu unterscheiden, bevor das Objekt fällt. Dazu kommt je eine Kamera in der Handfläche, die weitersieht, wenn die Kopfkameras verdeckt sind. Alle drei Angaben sind Herstellerangaben ohne unabhängige Messung. Wie viele Freiheitsgrade die Hand hat, hat Figure nie veröffentlicht — die vielzitierte Zahl 16 stammt vom Vorgänger Figure 02.
Über induktives Laden: In den Füßen sitzen Ladespulen, der Roboter stellt sich auf eine Ladematte und lädt dort nach Herstellerangabe mit 2 kW. Ein Kabel gibt es nicht — Figure nennt das die Fortsetzung seiner Linie zum „fully autonomous, wire-free system“. Der Akku fasst 2,3 kWh und soll fünf Stunden „at peak performance“ durchhalten. Eine Ladezeit nennt Figure nicht: Die naheliegende Rechnung 2,3 kWh geteilt durch 2 kW wäre unsere eigene, keine Herstellerangabe — und sie unterschlägt Ladekurve und Verluste.
39 Milliarden USD Bewertung stehen über 350 gebauten Einheiten und keinem öffentlich ausgewiesenen Umsatz gegenüber — jede Rechnung ‚Bewertung pro Einheit' ist deshalb ein Szenario, keine Kennzahl. Sie steht und fällt mit dem BotQ-Skalierungsplan: Die erste Linie ist auf bis zu 12.000 Roboter pro Jahr ausgelegt, Figures erklärtes Ziel sind 100.000 Roboter in vier Jahren. Der Kapital-Moat erlaubt Figure, länger zu experimentieren als Konkurrenten — gleichzeitig ist das Ausführungs-Risiko das größte in der Branche.
Figure hat im Februar 2026 angekündigt, die Lieferkette bis Sommer 2026 von China zu entkoppeln. 'Made in USA' als Strategie, um geopolitischen Risiken zu entgehen — passend zum bisher rein amerikanischen Einsatzprofil (BotQ-Werk in den USA, BMW Spartanburg).