- Erster kaufbarer Consumer-Humanoid weltweit — Pre-Order seit Oktober 2025
- 20.000 USD Kauf oder 499 USD pro Monat im Abo (Wartung inklusive)
- 168 cm, 30 kg, weiche tendon-getriebene Aktuatoren — explizit auf Wohnumgebung optimiert
- Autonom bei 6 Kern-Aufgaben — bei allem anderen greift 1X-Mitarbeiter per VR-Teleoperation ein
- USA-Launch Q4 2026, Deutschland erst 2027 (noch kein CE, kein DE-Support)
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Hersteller
- 1X Technologies (Norwegen/USA, ex-Halodi Robotics)
- Größe
- 168 cm
- Gewicht
- 30 kg
- Tragkraft
- bis 25 kg
- Antrieb
- Tendon-gesteuerte Aktuatoren (soft drive)
- Akku
- 4–8 h Arbeitszeit · 800 W Ladegerät · 2 h volle Ladung
- Autonomie
- teilweise — mit Teleoperations-Backup (human-in-the-loop)
- KI-Stack
- Redwood Foundation-Model (1X-eigen)
- Sensorik
- Stereokameras im Kopf, taktile Sensoren in Händen, Mikrofone
- Preis Kauf
- 20.000 USD (≈ 18.500 €)
- Preis Abo
- 499 USD / Monat (≈ 460 €)
- Deposit
- 200 USD refundabel
- US-Launch
- Q4 2026
- EU-Launch
- 2027 geplant — noch kein CE-Zeichen
Wer steckt hinter 1X?
Am 28. Oktober 2025 hat 1X Technologies offiziell geöffnet, was Tesla, Figure und Apptronik seit Jahren ankündigen: den ersten humanoiden Roboter für den Heimgebrauch. Pre-Order läuft in den USA, Auslieferung beginnt Ende 2026. Für Deutschland — und Europa insgesamt — hat 1X “weitere Märkte 2027” in Aussicht gestellt, ohne harte Deadline.
1X Technologies ist kein Tesla. Die Firma kommt aus Norwegen (ursprünglich Halodi Robotics), sitzt heute in Palo Alto und Oslo und wird von OpenAI und Tiger Global mitfinanziert. CEO Bernt Børnich hat davor an weichen, tendon-getriebenen Aktuatoren geforscht — der Grund, warum NEO optisch so viel freundlicher wirkt als ein Atlas oder Optimus.
Was NEO heute wirklich kann
In den Demos von 1X erledigt NEO sechs Kerntätigkeiten: Geschirrspülmaschine ausräumen, Wäsche sortieren und falten, Türen öffnen, Getränke bringen, Staub wischen, Gespräche führen. Diese sechs Aufgaben beherrscht der Roboter autonom — vorausgesetzt, die Umgebung ist halbwegs geordnet und ausreichend beleuchtet.
Bei allem, was darüber hinausgeht, greift 1X auf ein Teleoperations-System zurück. Das heißt: Ein echter Mensch, irgendwo in einem 1X-Kontrollzentrum, bedient den Roboter via VR-Headset. Das ist kein Geheimnis — 1X kommuniziert es transparent — aber es ist der Punkt, an dem die Geschichte vom “autonomen Haushaltsroboter” relativiert werden muss.
“We’ll have humans in the loop to help Neo accomplish tasks that it can’t do on its own yet.” — Bernt Børnich, CEO 1X Technologies (Oktober 2025)
Der Preis-Check: Lohnt sich das für Early Adopters?
20.000 USD — das entspricht im Frühjahr 2026 ungefähr 18.500 €, je nach Wechselkurs. Importsteuer und Zoll noch nicht eingerechnet. Für Deutschland ist der Abo-Plan über 499 USD pro Monat realistischer: Du bindest dich nicht an den großen Anschaffungsbetrag, und 1X übernimmt Wartung, Software-Updates und Ersatzteile.
Zum Vergleich der Wettbewerber:
| Humanoid | Preis | Consumer-ready? |
|---|---|---|
| 1X NEO | 20k USD / 499 USD mo | Ja (mit Haken) |
| Unitree G1 | 13.500 USD | Nein (Entwickler-Plattform) |
| Tesla Optimus Gen 3 | unter 20k USD (geplant) | Nein (frühestens Ende 2027) |
| Figure 03 | 100k+ USD | Nein (Industrie) |
Wann kommt NEO nach Deutschland?
1X hat im offiziellen Pre-Order-Formular ausschließlich US-amerikanische Adressen hinterlegt. Die FAQ sagt: “Further markets from 2027.” Das passt zum Zeitplan aller Konkurrenten — CE-Zeichen, Maschinenrichtlinie, Funkfreigabe brauchen sechs bis zwölf Monate mehr als die US-Zulassung.
Realistisch für Deutschland: Q2 bis Q4 2027. Wir empfehlen, jetzt auf die Warteliste zu gehen — der 200-USD-Deposit ist refundabel — um später keine Wartezeiten zu haben. Alternativ: unseren Release-Radar abonnieren, wir melden, sobald die offizielle EU-Verfügbarkeit bekannt ist.
Worauf du beim Import achten musst
Import aus den USA ist theoretisch möglich, praktisch aber heikel:
- Kein deutscher Kundendienst. Bei Software-Problemen musst du mit 1X Palo Alto kommunizieren — Englisch, Zeitverschiebung, kein Vor-Ort-Service.
- CE-Konformität fehlt. Rechtlich darf ein Gerät ohne CE in der EU nicht “in Verkehr gebracht” werden. Für reinen Eigengebrauch ist die Grauzone akzeptiert, aber bei Weiterverkauf oder gewerblichem Einsatz kritisch.
- Versicherung. Private Haftpflicht deckt keine KI-Fehlentscheidungen eines importierten Humanoiden. Eigenes Risiko.
- Zoll und Steuer. 19 % MwSt auf den Kaufpreis, dazu ggf. 2–4 % Einfuhrzoll — auf 20.000 USD sind das schnell 4.000 € Zusatzkosten.
Unser Urteil
1X NEO ist ein historisches Produkt: der erste humanoide Roboter, den ein Verbraucher kaufen kann. Für Tech-Enthusiasten, Forscher und Early Adopter mit Budget ist das Abo-Modell ein legitimer Einstieg — vor allem, weil 1X die Teleoperations-Rückfallebene offen kommuniziert, statt sie zu verstecken.
Für die meisten deutschen Haushalte lohnt sich dagegen das Abwarten. Generation 2 (voraussichtlich 2028) wird deutlich autonomer sein, bessere Kunden-Services in Europa haben und — wenn 1X, Tesla und Unitree den Preisdruck aufrecht halten — unter 10.000 € liegen. Bis dahin bieten bereits kaufbare Alternativen wie der Unitree Go2 (ab 3.000 €) einen echten Vorgeschmack auf die Roboter-Zukunft.
Quellen
1X Technologies offizielle Pressemeldung Oktober 2025 · CEO-Interview bei TechCrunch · Robotics247-Report zur Pre-Order · eigene Einschätzung der Redaktion auf Basis der bisherigen Demo-Videos (Stand 23.04.2026).
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